Wie viel bleibt vom Bruttogehalt wirklich übrig? Der Nettolohn Rechner berechnet Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer und alle Sozialversicherungsabgaben für 2025 – inklusive Steuerklassenauswahl, PKV-Option und der Frage was von einer Gehaltserhöhung netto übrig bleibt.
Was der Rechner berechnet
Im Tab Brutto → Netto gibst du Bruttogehalt, Steuerklasse, Kirchensteuer und Kinderlosenzuschlag ein. Optional lässt sich PKV statt GKV wählen. Das Ergebnis zeigt alle Abzüge einzeln – Lohnsteuer, Soli, Kirchensteuer, Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung – sowie den Nettolohn pro Monat und Jahr.
Der Gehaltserhöhungs-Tab beantwortet eine häufig unterschätzte Frage: Was landet von 300 oder 500 Euro Gehaltserhöhung tatsächlich auf dem Konto? Durch Steuerprogression und Sozialversicherungsbeiträge sind es weniger als erwartet – oft 40 bis 55 Prozent der Brutto-Erhöhung.
Im Stundenlohn-Tab wird das Jahresgehalt auf den tatsächlichen Stundenlohn heruntergebrochen. Wer regelmäßig mehr Stunden arbeitet als vertraglich vereinbart, verdient pro Stunde weniger als das Gehalt suggeriert. Das wird hier transparent gemacht. Wer wissen möchte was das Gehalt nach Inflation langfristig wert ist findet das im Inflationsrechner.
Der Vergleichs-Tab stellt zwei Gehaltsangebote netto gegenüber – mit verschiedenen Bruttogehältern und Steuerklassen. Nützlich bei Jobwechsel oder Gehaltsverhandlungen.
Die sechs Steuerklassen erklärt
Die Steuerklasse bestimmt wie viel Lohnsteuer vom Arbeitgeber einbehalten wird. Sie ist keine endgültige Steuerfestsetzung – die erfolgt im Jahresausgleich. Wer zu viel gezahlt hat bekommt Geld zurück, wer zu wenig gezahlt hat muss nachzahlen.
Steuerklasse I gilt für Ledige, Geschiedene und dauerhaft getrennt Lebende. Steuerklasse II für Alleinerziehende – sie enthält einen Entlastungsbetrag von 4.260 Euro pro Jahr. Klasse III und V werden von Ehepaaren kombiniert: Klasse III für den besserverdienenden Partner mit niedrigerem Steuersatz, Klasse V für den anderen mit entsprechend höherem Satz. Klasse IV mit Faktorverfahren ist die gerechtere Alternative zu III/V für ähnliche Einkommen. Klasse VI gilt für Zweit- und Nebenjobs ohne Freibeträge.
Wichtig: Die Steuerklasse beeinflusst nicht die Gesamtsteuerlast eines Jahres, sondern nur wie die monatlichen Vorauszahlungen verteilt sind. Ehepaare in III/V zahlen zusammen dieselbe Jahressteuer wie in IV/IV – nur anders verteilt.
Sozialversicherungsbeiträge 2025
Die Sozialversicherungsbeiträge teilen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber je zur Hälfte. Der Arbeitnehmeranteil umfasst: Rentenversicherung 9,3 Prozent, Arbeitslosenversicherung 1,3 Prozent, Pflegeversicherung 1,7 Prozent (plus 0,35 Prozent Kinderlosenzuschlag), gesetzliche Krankenversicherung rund 9 Prozent inklusive Zusatzbeitrag je nach Kasse.
Für alle Beiträge gelten Beitragsbemessungsgrenzen: Über dem Maximalbetrag wird kein weiterer Beitrag berechnet. 2025 liegt diese Grenze für die Rentenversicherung bei 8.050 Euro monatlich (West), für die Krankenversicherung bei 5.175 Euro monatlich. Wer mehr verdient zahlt damit prozentual weniger Sozialabgaben – weshalb Hochverdiener oft eine höhere Nettoquote haben als Durchschnittsverdiener.
PKV vs. GKV: Was den Nettolohn beeinflusst
Wer in die private Krankenversicherung wechselt zahlt keinen einkommensabhängigen GKV-Beitrag mehr, sondern einen fixen PKV-Beitrag. Bei jungen, gesunden Gutverdienern kann PKV günstiger sein als GKV – was den Nettolohn erhöht. Mit zunehmendem Alter und steigendem Beitrag kann sich das umkehren.
Der Arbeitgeber zahlt bei PKV-versicherten Arbeitnehmern einen Zuschuss bis zur Hälfte des GKV-Höchstbeitrags – das sind 2025 rund 421 Euro pro Monat. Wer in PKV wechselt und weniger als diesen Betrag an monatlichem PKV-Beitrag zahlt, erhält effektiv mehr als die Hälfte des Beitrags erstattet.
Häufige Fragen zum Nettolohn
Wie berechnet sich die Lohnsteuer?
Die Lohnsteuer basiert auf dem zu versteuernden Einkommen nach Abzug von Freibeträgen und Sozialversicherungsbeiträgen. Sie ist progressiv: Je höher das Einkommen, desto höher der Steuersatz auf den Teil über dem jeweiligen Schwellenwert. Der Grundfreibetrag 2025 beträgt 11.784 Euro pro Jahr – bis zu diesem Betrag fällt keine Einkommensteuer an.
Was ist der Solidaritätszuschlag?
Der Soli beträgt 5,5 Prozent der Lohnsteuer und wird seit 2021 nur noch für höhere Einkommen erhoben. Die Freigrenze liegt bei einer Lohnsteuer von rund 17.543 Euro pro Jahr – unterhalb dieser Grenze fällt kein Soli an. Für die meisten Arbeitnehmer ist er weggefallen.
Was ist der Kinderlosenzuschlag bei der Pflegeversicherung?
Arbeitnehmer ohne Kinder zahlen seit 2023 einen Zusatzbeitrag von 0,35 Prozent zur Pflegeversicherung. Mit einem Kind entfällt dieser Zuschlag. Ab zwei Kindern unter 25 Jahren gibt es weitere Beitragsabsenkungen gestaffelt nach Kinderzahl.
Lohnt sich eine Gehaltserhöhung immer?
Immer besser als keine – aber der Nettoeffekt ist kleiner als der Bruttobetrag. Bei mittleren Einkommen in Steuerklasse I bleiben von 500 Euro Gehaltserhöhung oft 220 bis 280 Euro netto übrig. Der Gehaltserhöhungs-Tab zeigt den exakten Betrag für deine Situation.
Vereinfachte Näherungsrechnung. Keine amtlichen Lohnsteuertabellen. Für exakte Werte den offiziellen Lohnsteuerrechner des Bundesministeriums der Finanzen nutzen (bmf-steuerrechner.de). Stand: Steuerjahr 2025.